02.-03. Februar 2008
Wanderung zum Pfälzer Waldhaus “Dicker Eiche” mit Übernachtung

Mit den Ausgangspunkten Schifferstadt, Mannheim und die Weinstrasse traf die wanderfreudige Jugend der HSK mit Begleitung wieder am Bahnhof Hauenstein bei niedrigen Temperaturen und guter Laune ein. Die Sonne schien fast ununterbrochen an beiden Tagen; es herrschte perfektes Wanderwetter und zur Abwechslung freuten sich die HSK-ler, wenn kein Wind war.

Das Alter der Teilnehmer reichte von zwei noch Nichtschwimmer Mädchen bis zu 420-er Seglern. An Land hatten die längeren Beine den Vorteil, aber die Kleineren zeigten doch Durchhaltevermögen. Sie werden sich bestimmt freuen, wenn sie spaeter lernen, dass man beim Segeln Entfernungen in Metern, Knoten und Meilen misst, während beim Wandern frustrierend ungenaue Mitteilungen alle 10 Minuten herrschen: Das “Nicht mehr weit” und seine vage Zwillings-Maßeinheit, “Wir sind gleich da.” Zum Glück fanden wir in größerer Höhe Schnee, der auf den Bäumen und zum Glück nur am Rande des Weges lag und den Kinderherzen eine Freude machte und die müden Beine ermutigte.

Da unser Wandertermin auf Fasching fiel, waren wenige Wanderer unterwegs und auch die Wanderhütte “Dicke Eiche” war angenehm gemütlich, aber nicht übervoll. Während die Jugendlichen nach erstaunlich kurzer Erholung sich am Spielplatz amüsierten, genossen die Erwachsenen die Pfälzer Spezialitäten, Leberknödel, Bratwurst, Sauerkraut und sättigende Erbsensuppe. Es gab diesmal keinen Wanderverein mit Musikinstrumenten, aber wie magnetisch angezogen, sangen für uns ein spontaner Männerchor ein Seemannslied. Nicht ganz klar war es, ob ihre musikalische Darbietung der Liebe zum Singen, Segeln oder Schorle zu verdanken war.

Wie in den Vorjahren kümmerten sich der Hüttenwirt und seine Mitwirte stets freundlich und hilfsbereit um uns. Obwohl derjenige Mitwirt, der Lutscher für Kinder und “jede von Euch Frauen, die schwanger ist” anbot, wäre gut beraten, in der Gastronomie und fern von der Gynäkologie zu bleiben.

Den Abend verbrachten wir im Aufenthaltsraum wieder mit Spielen, Speisen und Getränken für jung und alt. Schön an so einem Abend ist, dass man manche neue Spiele lernt und auch einige alte aus der Jugend wieder erkennt. So spielten einige stundenlang “Doppel-Kopf” (und versicherten dabei, dass das gar nichts mit der Menge des Biers und Weines, den die Spieler tranken, zu tun hätte) während eine klare Siegerin des Brettspiels (die Dame der “Dame”) alle Gegner vernichtend schlug und wieder andere lernten, dass Backgammon doch ein spannendes Spiel sein kann. So wurden nicht nur die Beine duch das Wandern trainiert, sondern auch der Kopf kam nicht zu kurz. Auch wenn beide Körperteile hinterher ein bisschen weh taten.

Diesmal waren wir die einzige Gruppe, die übernachtete und hatten die Auswahl an 3-5-Bett Zimmern. Nach ersholsamem Schlaf, Buffet-Frühstück und dem obligatorischen Gruppenbild machten wir uns auf den Weg.

Auf dem Rückweg machten wir eine kurze Pause am Hühnerstein, ein hochaufragener Obelisk, den man durch eine Stahlleiter erklimmen kann. Der Hühnerstein bietet eine phantastische Rundumsicht über das Wasgau.

Die Gruppe teilte sich danach in zwei. Ein Gruppe an Jungs galloppierte weg von den Älteren, die des öfteren auf die kurzbeinigen Wanderer warten mußten. Der Weg zurück war anspruchsvoller als der Hinweg am Vortag. Die Jungengruppe erreichte den Bahnhof als erste, zum Teil auch, weil sie eine kürzere Strecke durch Hauenstein nahm. Da ärgerte sich bestimmt ein Einwohner, dessen Grundstück als Abbkürzung diente, während die 2. Gruppe sich brav an den roten Markierpunkt hielt und gehorsam dem Mann Mit der Karte folgte.

Sicherlich ein gelungenes Wanderwochenende und dabei noch etwas Ländliches gelernt:
“Eine ziemlich kurze Wanderung” = 9,0 km Hinweg und 10,5 km Rueckweg.
“Nicht mehr weit “ = 2 km bergauf
“Gleich da” = noch 45 Minuten
“Ein Häppchen” = grosse Platte mit 48 Stueck Brot
Der Mann mit der Karte weiss alles.

Zum Schluss: Die Tapfere Wanderer Medaille wurde an Niamh und Monique (beide 5 Jahre alt) verliehen.

Wir danken Werner Oswald für sein organisatorisches Können und seine Fähigkeit, rechtzeitig kleine Leckereien für müde Mädchen aus seinem Rucksack zu zaubern und freuen uns auf nächstes Jahr.

Catherine O'Sullivan

Die Bilder zur Wanderung könnt Ihr hier sehen!



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